Gründung des Vereins offensiv ’91 e.V.
im Figurentheater Grashüpfer.
Zehn Ostberliner Frauen aus unterschiedlichen Berufsgruppen finden sich zusammen. Ihr Ziel ist, sich aktiv für die Gleichstellung von Frau und Mann einzusetzen sowie soziale und kulturelle Dienste
für Frauen, Familien, Kinder und Jugendliche
zu leisten.
Der Vereinszweck wird festgeschrieben und insbesondere verwirklicht durch:
- Betreuung und Beratung von Frauen in Gewalt-
und Konfliktsituationen
- Bildungsangebote für Langzeitarbeitslose
und Ausländerinnen
- Interkulturelle Kommunikationsarbeit
- Sozialpädagogische, kulturelle und ökologische Erziehung von Kindern und Jugendlichen
Es wird ein Vorstand gewählt, die Eintragung ins Vereinsregister und die Anerkennung als gemeinnütziger Verein beantragt, vier Monate später eine Geschäftsführerin bestellt.
Die konkrete Vereinstätigkeit beginnt mit der Beantragung und Genehmigung von
drei Arbeitsfördermaßnahmen (ABM-Projekten):
- Bewerbungs- und Kommunikationstraining
- Fraueninfothek
- Spieliothek
Herzstück des Vereins ist die Fraueninfothek –
ein Treffpunkt, um Kontakte zu schließen und sich mit anderen Frauen zu vernetzen. Angeboten wird ein Beratungsservice für unterschiedliche Lebensbereiche:
- Anspruch auf Zuwendungsleistungen
- Erstberatung für Alleinerziehende
- Erstberatung für Ausländerinnen und Ausländer, vorwiegend aus Vietnam
- Konfliktbewältigung sowohl im gesellschaftlichen als auch privaten Bereich und bei Verschuldung
Den Grundstein für die künftige professionelle Kinder- und Jugendarbeit des Vereins legt das Projekt Spieliothek, ein Freizeittreff für Lückekinder, der von ausgebildeten Erzieherinnen aufgebaut und betreut wird.
Diese Begegnungsstätte ist ein Treffpunkt für Kinder und Jugendliche. Sie fördert die Kreativität des Einzelnen, soziale Verhaltensweisen, kultivierten Umgang miteinander und positives Gruppenverhalten.
Die Erzieherinnen sind Spielpartnerinnen, häufig auch „Vertraute“ bei Kümmernissen, so dass sie vielfach als Mittlerinnen zwischen Kindern, Lehrern und Eltern fungieren.
Aufgrund der großen Resonanz der ersten Spieliothek in Niederschöneweide werden weitere Betriebsstätten in Adlershof und Alt-Treptow eröffnet.
Der Verein bewirbt sich um Bundesfördermittel
aus dem Sonderprogramm zum Aufbau und
zur Förderung von Frauenverbänden und -initiativen in den Neuen Bundesländern.
offensiv ´91 e.V. erhält 1991 und 1992 Fördermittel zur Durchführung von zwei Tagungen.
Die erste findet im Dezember 1991 im Rathaus Treptow statt zum Thema: "Aufbau eines Netzwerkes von Fraueninitiativen in den Neuen Bundesländern (NBL) mit den Schwerpunkten Existenzsicherung und Existenzgründung".
Die zweite Fachtagung zum Thema „Selbstbestimmungsrecht von Frauen im Prozess der Vereinigung“ findet unter Schirmherrschaft der Staatssekretärin für Frauen in der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen in unserer Betriebsstätte statt.
Diskutiert wird u.a. über:
- Die Frauenrolle in der Familie – Zwangsjacke oder Befreiung?
- Die Alleinerziehende – programmiert zu sozialem Abstieg?
- Alternative Lebensformen.
Die Geschäftsführung bewirbt sich um die Übernahme einer kommunalen Kindertagesstätte und der bezirklichen Frauenzufluchtswohnungen.
Seit November 1991 bestehen Kontakte
zwischen offensiv ´91 e.V. und dem Wohltätigkeitskomitee "Tschernobyl und die Kinder" aus der Stadt Mogiljow in Weißrußland.
Beide Partner setzen alles daran, Kindern
aus der von der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen Region drei Wochen Erholungsurlaub zu ermöglichen.
Durch Sponsoring gelingt es, mehrere Aufenthalte für die Kinder zu finanzieren. Zudem beteiligen
sich viele Berliner Bürger, Einzelhandelsgeschäfte, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung Treptow (BVV) mit Geld- und Sachspenden.
Entsprechend einem Mitgliederbeschluss
beantragt der Vorstand 1993 die Mitgliedschaft beim Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie
die Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe. Seit November 1994 ist offensiv ’91 e.V. ordentliches Mitglied im DPW und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.
In den Jahren 1994 und 1995 beantragt
offensiv ’91 e.V. die Selbstständigkeit.
Das heißt, Regelfinanzierung zu erwirken,
um die aufgebauten Jugend- und Beratungsprojekte über die ABM-Zeit hinaus zu verstetigen.
In einer Zufluchtswohnung (FZW) finden Frauen
mit und ohne Kinder Schutz vor häuslicher Gewalt durch den Partner.
Nach einem Auswahlverfahren erhält der Verein den Zuschlag für die Übernahme der bezirklichen Zufluchtswohnungen. Über ein ABM-Projekt erfolgt zunächst die sozial-pädagogische Beratung
und Betreuung der von Gewalt betroffenen Frauen und Kinder.
Ein Novum unserer FZW besteht in der Aufnahme von Jungen jeglichen Alters, während andere ähnliche Einrichtungen und Frauenhäuser das Alter von Jungen auf zwölf Jahre begrenzen.
Eine Diplom-Sozialarbeiterin/ Sozialpädagogin begleitet diese komplizierten Prozesse
seit Ende 1996.
„Cry of life“ in der Friedenskirche Berlin-Niederschöneweide mit Gospel-Musik, Soul/Rock, Blues und Funk: eine Veranstaltung von offensiv ’91 e.V. und der Friedenskirche Berlin-Niederschöneweide zugunsten der Orgelrestaurierung sowie von Frauen in Not.
offensiv '91 e.V. ist der erste Verein im Bezirk, der eine kommunale Kita in Trägerschaft übernimmt. Mit Erfolg, denn heute werden ca. 120 Kinder nach einem Konzept der altersgemischten Gruppen betreut.
"Vom 1. Internationalen Frauenkongress in Deutschland 1896 zum Sparpaket 1996" - so lautet der Titel einer Gemeinschaftsveranstaltung von offensiv ’91 e.V. und dem Heimatmuseum Treptow.
Das FamilienBegegenungsZentrum (FBZ)
in Altglienicke wird mit dem Anspruch ins Leben gerufen, Familien, Kindern und Jugendlichen ein umfassendes soziales Netzwerk zur Unterstützung, Förderung und Beratung anzubieten.
Das Leistungsspektrum erstreckt sich von niedrigschwelligen präventiven Freizeit- und Beratungsangeboten bis hin zu ambulanten Hilfen
für Erziehung, und das alles unter einem Dach.
Im Treptower Park eröffnet offensiv ´91 e.V. das Figurentheater Grashüpfer. Kinder ab drei Jahren, Familien, Kitas, Schulklassen und Liebhaber der Puppenspielkunst können sich an den abwechslungsreichen und anspruchsvollen Programmen erfreuen.
Die Schuldner- und Insolvenzberatung ist seit dem 21.10.1999 als geeignete Stelle im Verbraucherinsolvenzverfahren endgültig anerkannt. Die vorläufige Anerkennung wurde ihr seitens des Landesamtes für Gesundheit und Soziales Berlin bereits am 22.12.1998 erteilt.
Zukunftskonferenz: offensiv ’91 e.V. beschließt, „Bauherrin“ der Gründerzeitvilla in der Hasselwerderstraße 38-40 in Niederschöneweide zu werden. Die Antragsverfahren, Sanierungsfördermittel zu akquirieren, werden vorbereitet.
Eröffnung der Spieliothek, eines der Erstprojekte
von offensiv ´91, in der Coloniaallee im Neubauviertel von Altglienicke: Freizeittreff für Kinder und Jugendliche.
Mit dieser Einrichtung leisten wir unseren Beitrag
im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit
des Ortsteils Altglienicke für die Altersgruppen der 7- bis 13-jährigen. Die Spieliothek will die Kinder von der Straße und vom Fernseher wegholen und ihnen eine sinnvolle Freizeitgestaltung bieten.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und das Bezirksamt Treptow, Abteilung Familie, Jugend, Sport und Kultur, schließen mit
offensiv ’91 e.V. einen Vertrag über die Modernisierung und Instandsetzung der Gründerzeitvilla auf dem Grundstück Hasselwerderstraße 38-40 im Sanierungsgebiet Niederschöneweide ab.
Die Finanzierung erfolgt über öffentliche Fördermittel, Eigenleistungen des Vereins
sowie durch beschäftigungswirksame Investitionsmittel. Als Eigentümer der Gründerzeitvilla vermietet das Jugendamt dem Verein das Gebäude zur Nutzung für Geschäftsräume und soziale Projekte sowie
zur Kinder- und Jugendarbeit gemäß § 11 Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG).
Die Nutzungsdauer beträgt 20 Jahre.
„Geburtstagsgruß für Anna“
Zum 100. Geburtstag von Anna Seghers, Ehrenbürgerin von Berlin und Mainz, wird in Zusammenarbeit mit der Anna Seghers-Gesellschaft Berlin-Mainz und der Unterstützung des Kulturamtes Treptow eine repräsentative Ausstellung eröffnet.
Regelmäßige aktive Mitwirkung im „Bündnis für Demokratie und Toleranz“. (www.demokratie-tk.de)
Baubeginn: Neugestaltung einer öffentlich nutzbaren Freifläche mit Spielmöglichkeit besonders für Jugendliche im Sanierungsgebiet Niederschöneweide im Rahmen der Modernisierung und Instandsetzung.
10 Jahre offensiv `91 e. V.: Festveranstaltung mit prominenten Gästen aus Politik und Kultur im Figurentheater Grashüpfer im Treptower Park.
Baubeginn: Modernisierung und Instandsetzung des 4-geschossigen Gründerzeitgebäudes und Herstellung eines behindertengerechten Zugangs. Abgestimmtes Sanierungsziel für das Grundstück ist die Erhaltung und Nutzung des Gebäudes als öffentlichkeitswirksame und gemeinnützige Einrichtung in freier Trägerschaft durch den Verein offensiv ’91 e.V..
Einweihung der Spiel- und Sportfläche in der Hasselwerderstraße, Hoffest mit Kindern
der Grundschule „An der Feuerwache“ und vielen Gästen. Nach fast einjähriger Bauzeit wurde die Freifläche so gestaltet, wie Jugendliche es mögen. Dazu gehören ein Streetballplatz und diverse Sport- und Spielgeräte.
Auf Initiative des Bezirksbürgermeisters wird eine Agentur für Bürgerengagement gegründet, deren Trägerschaft offensiv’91 e.V. übernimmt. Ziel ist es, möglichst viele Menschen zu motivieren, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Aus seinem Domizil im Königsheideweg 285 zieht offensiv ´91 e. V. in die Gründerzeitvilla Hasselwerderstraße um. Die neue Wirkungsstätte ist eine sanierte Nutzfläche von 860 qm mit einer dazu gehörigen gärtnerisch gestalteten Freiffläche.
Feierliche Eröffnung der „Villa offensiv - Haus der Generationen“ als ein Ort der Begegnung und des Engagements mit professionellen Beratungs- und Betreuungsdiensten, Bildungs- und Kulturleistungen. In diesem Nachbarschaftshaus stehen Räumlichkeiten für öffentliche oder private Feiern, Kurse, Tagungen, Workshops oder Meetings von Unternehmen, Vereinen und Verbänden zur Verfügung.
Erneute Bauträgerschaft von offensiv’91 e.V.
zur Sanierung der Dorfschule Besenbinder/Ecke Köpenicker Straße (Familienbegegnungszentrum Altglienicke). Umzug in ein Ausweichobjekt in der Ortolfstraße 95.
Aufnahme von offensiv’91 e.V. in den Folgevertrag Stadtteilzentrum.
Übernahme von drei weiteren Kitas aus dem Stadtbezirk Treptow/Köpenick in Trägerschaft:
- Kita „Amtsfelder Knirpse“
- Kita „Wasserschlösschen“
- Kita „Buntzelzwerge“
Gründung von Qualitätsarbeitsgemeinschaften in den Kindertagesstätten von offensiv’91e.V.
Übergabe der Trägerschaft des Puppentheaters
an den Förderverein „Figurentheater Grashüpfer"
Mitgliedschaft in der Betroffenenvertretung für das Sanierungsgebiet Niederschöneweide.
Teilnahme am ersten Fest für Demokratie und Toleranz am S-Bahnhof Schöneweide. Unter dem Motto „Schöneweide l(i)ebt bunt“ soll gezeigt werden, wie vielfältig das Leben in unserem Bezirk ist und dass ein demokratisches Miteinander möglich und notwendig ist.
Verabschiedung der langjährigen Vorsitzenden Sigrid Schubert. Es vollzieht sich ein Generationenwechsel im Vorstand von offensiv’91 e.V.
Der Verein begeht den Geburtstag in der „Villa offensiv“ mit Gästen aus Politik und Kultur, mit Partnern, Unterstützern und Bürgerinnen und Bürgern.
offensiv’91e.V. ist erstmalig Mitglied der AG Fest und damit federführend an der Organisierung und Gestaltung des Festes für Demokratie und Toleranz beteiligt.
Erster Antrag auf Förderung einer Registerstelle zur Erfassung rassistisch, antisemitisch und rechtsextrem motivierter Vorfälle.
offensiv 91 e.V. beteiligt sich an der Initiative
des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin
und der Berliner Stadtteilzentren „Die Würde des Menschen ist unantastbar…“ – Wir sagen nein
zu Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Zu den Beiträgen von offensiv’91 für diese Initiative gehören u.a. Workshops in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Demokratie mit den Themen „Demokratie leben und lernen“, und „Alltagsrassismus“ sowie eine Ausstellung in der „Villa offensiv“ unter dem Motto „Mit Humor und Satire für Demokratie und Toleranz“
Am 01.06., zum Kindertag, begeht die Kita “Amtsfelder Knirpse” mit einer großen Party ihren
35. Geburtstag.
offensiv’91 e.V. wird Mitglied im Verband sozial-kultureller Arbeit der Landesgruppe Berlin e.V.
Vorbereitung und Teilnahme am „Fest für Demokratie – gegen Angsträume“.
Das Familienbegegnungszentrum (FBZ) Altglienicke wird nach der Sanierung feierlich unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wiedereröffnet. Das FBZ bietet Möglichkeiten für eine sinnvolle Freizeitgestaltung, Angebote für Lückekinder und Erziehungshilfeangebote.
Zwei Mitarbeiterinnen von offensiv’91 e.V. nehmen an der Übergabe einer Dokumentation der Initiative „Die Würde des Menschen…“ bei der UNO teil.
Im Rahmen des Förderprogramms Zukunftsinitiative Stadtteil beginnt offensiv’91 e.V. durch Umbau
der Kita „Amtsfelder Knirpse“ mit der Schaffung eines Kinder-, Familien- und Wohngebietszentrums.
Dort sollen Erziehungs-, Bildungs- und Freizeitangebote für die Familien des Wohnumfeldes etabliert werden. Es soll ein Ort für jung und alt werden.
Alt und Jung feiern gemeinsam am 29.08.2008
30-jähriges Bestehen der Kita „offensive Krümel".
offensiv´91 e.V. ist erneut Mitveranstalter und Teilnehmer am Fest für Demokratie und Toleranz.
offensiv ’91 e.V. nimmt zwei weitere Frauenzufluchtswohnungen aus Neukölln und
das ergänzende Projekt „Sprungbrett“ in Trägerschaft.
Der Bezirk übergibt die Trägerschaft für das Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick an offensiv ’91 e.V.
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